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Montag, 5. September 2016

Lateinamerika: Engagement zum globalen Wiederaufbau der Wälder zahlt sich aus

Die von der Bundesregierung angestoßene „Bonn Challenge“ zeigt Wirkung. Mittlerweile gibt es aus 36 Ländern, Organisationen und Unternehmen Zusagen, rund 113 Millionen Hektar bedrohter Wälder wieder aufzubauen. Am Wochenende haben Malawi und die Vereinigung guatemaltekischer Waldreservate ihre Zusagen für den Aufbau von 4 Millionen Hektar Wald bekannt gegeben. „Die von der Bundesregierung 2011 mit angestoßene Aktionsplattform Bonn Challenge zum Wiederaufbau der Wälder zahlt sich aus.

Zusagen für den Aufbau von 4 Millionen Hektar Wald bekannt gegeben (Foto: Latinapress)

Dienstag, 16. August 2016

Lateinamerika: 122 Umweltschützer im Jahr 2015 ermordet

Lima. Die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivisten hat im Jahr 2015 einen neuen Höhepunkt erreicht. Die in London ansässige Menschenrechtsorganisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer im vergangenen Jahr wurden in Lateinamerika ermordet.

Grafik getöteter Umweltschutzaktivisten weltweit (2010-2015), Spitzenreiter ist Brasilien
mit 207 Ermordungen  - QUELLE: WWW.GLOBALWITNESS

Montag, 8. August 2016

Lateinamerika: Regierungen müssen Rechte von Indigenen garantieren

Anlässlich des Internationalen Tags der indigenen Völker am kommenden Dienstag (9.) weist FIAN Deutschland auf die besorgniserregende Situation vieler indigener Gemeinschaften hin. Unter anderem in Lateinamerika werden individuelle und kollektive Rechte von Indigenen, darunter das Recht auf Nahrung, systematisch verletzt. „Die indigene Bevölkerung Lateinamerikas stirbt einen langsamen, aber sicheren sozialen und kulturellen Tod. Hierfür ist in erster Linie der fehlende Zugang zu ausreichenden Land-Ressourcen verantwortlich“, so Almudena Abascal, Lateinamerika-Referentin von FIAN Deutschland. FIAN fordert die Regierungen auf, ihren nationalen und internationalen Verpflichtungen nachzukommen und den Schutz indigener Völker zu garantieren.

Indigene Ureinwohner sind die "Schwächsten" der Gesellschaft (Foto: Latinapress)

Donnerstag, 4. August 2016

Gründungsmitglieder des Mercosur treffen sich ohne Venezuela

Vertreter des Staatenbundes Mercosur (Gemeinsamer Markt Südamerikas) werden sich am Donnerstag (4.) zu einer Sitzung in Montevideo (Uruguay) treffen. Dies gab am Mittwochabend (3.) Ortszeit Paraguays Außenminister Eladio Loizaga bekannt. Er betonte mehrfach, dass Vertreter aus Venezuela nicht an diesem Treffen teilnehmen dürfen, die Selbstverkündigung Venezuelas hinsichtlich einer temporären Präsidentschaft des Block wird als nicht legitim bezeichnet.


Demnach diskutieren die stellvertretenden Außenminister von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay darüber, wie sie die nächsten sechs Monate bewältigen. Sollte ein einstimmiger Entschluss der vier Gründungsmitglieder bezüglich der aktuellen Situation erreicht werden, könnte Argentinien den Vorsitz des Bündnisses übernehmen.
latina-press

Dienstag, 26. Juli 2016

Bleibende Schäden nach Flusskontamierung in Mexiko

Hermosillo, Mexiko. Knapp zwei Jahre nach der Umweltkatastrophe im mexikanischen Bundesstaat Sonora kommt der verantwortliche Bergbaukonzern Grupo México seinen Verpflichtungen zur Wiedergutmachung gegenüber den betroffenen Menschen und der Natur noch immer nicht nach.

Informationsversanstaltung zur Kontaminierung des Rio Sonora und seiner Zuflüsse (2014). Auf dem Transparent das Konterfei von Grupo México-Besitzer Germán Larrea: "Gesucht wegen Mordes" QUELLE: LIBERA RADIO ACMAC

Donnerstag, 14. Juli 2016

Lateinamerika-Tour: Hard-Rock-Band „Guns N’ Roses“ gibt Termine bekannt

Die nach zwanzig Jahren wiedervereinte US-Hard-Rock-Band Guns N’ Roses rund um Sänger Axl Rose und Gitarrist Slash tourt durch Lateinamerika. Am Mittwoch (13.) gab die zu den erfolgreichsten Bands der Welt gehörende Formation bekannt, dass sie ihre laufende Tournee verlängern und alleine in Brasilien fünf Konzerte geben wird. Weitere Auftritte sind in Chile, Peru, Kolumbien, Argentinien und Costa Rica geplant.

Guns N’ Roses hat weltweit über 100 Millionen Alben verkauft (Fotos: GunsNRoses)
Tourdaten nach dem Break!

Freitag, 10. Juni 2016

Lateinamerika: Europa zentraler Akteur beim globalen Landgrabbing

Auf Anfrage des Europaparlaments hat das niederländische Institute for Social Studie (ISS) zusammen mit der Menschenrechtsorganisation FIAN eine umfassende Bestandsaufnahme zur Beteiligung europäischer Firmen und Finanzakteure beim globalen Landgrabbing vorgelegt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Rolle Europas bei Landnahmen und Menschenrechtsverletzungen weit unterschätzt wird.


Landgrabbing (Landraub oder Landnahme) bezeichnet eine Entwicklung der letzten Jahre, in der sich internationale Agrarkonzerne, Banken oder Pensionskassen und nationale Eliten Landflächen von tausenden bis über eine Millionen Hektar Land sichern (Foto: FIAN Deutschland/Roman Herre)

Dienstag, 7. Juni 2016

Fifa verhängt Geldbußen gegen Verbände in Lateinamerika

Zürich. Der Weltfußballverband Fifa hat Strafen gegen Chile, Paraguay, Peru, Mexiko, El Salvador und Honduras wegen rassistischer und homophober Hetzgesänge der Fans verhängt. Die Verbände dieser Länder müssen Geldbußen zwischen 15.000 und 40.000 Schweizer Franken wegen "diskriminierenden und unsportlichen Betragens" ihrer Anhänger bezahlen.

Fifa-Logo - QUELLE: FACEBOOK.COM

Mittwoch, 25. Mai 2016

Lateinamerika und Karibik: EU genehmigt Zusammenschluss von Brauereigiganten

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von SABMiller durch den weltgrößten Brauereikonzern AB InBev nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Dieser Zusammenschluss würde die beiden größten Brauereiunternehmen der Welt miteinander verbinden. Die Genehmigung ist an die Bedingung geknüpft, dass AB InBev nahezu das gesamte europäische Biergeschäft von SABMiller verkauft.

AB InBev produziert in Brasilien unter anderem die Biermarke "Brahma" (Foto: AB Inbev Brasil)

Dienstag, 3. Mai 2016

Großdemonstrationen am 1. Mai 2016 in ganz Lateinamerika

Großdemonstrationen am 1. Mai 2016 in ganz Lateinamerika
Märsche von Gewerkschaften und Linken in allen Staaten des Kontinents. Proteste geprägt von Folgen der Rohstoffkrise und Gegenwehr gegen rechte Angriffe

Caracas/ Havanna u.a. Die Demonstrationen zum 1. Mai in Lateinamerika standen in diesem Jahr im Zeichen wirtschaftlicher Probleme in Folge des Verfalls der Rohstoffpreise sowie der zunehmenden Angriffen der Rechten auf progressive Regierungen in der Region. Vor allem in Venezuela und Brasilien gingen Gewerkschaften und Linke gegen den Versuch auf die Straßen, die dortigen Regierungen zu stürzen. In beiden Fällen waren diese Proteste von teilweise harscher Kritik an der US-amerikanischen Politik in der Region begleitet.

Präsident Maduro in Venezuela inmitten der Demonstranten
QUELLE: ROBERTO GIL, AVN

Montag, 25. April 2016

Mexiko legalisiert Marihuana für medizinische Zwecke

Mexiko-Stadt. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat am Donnerstag ein Dekret unterzeichnet, das eine weitreichende Liberalisierung des medizinischen und persönlichen Gebrauchs von Marihuana vorsieht. Demnach sollen Änderungen im Allgemeinen Gesundheitsgesetz erstmals die uneingeschränkte wissenschaftliche und medizinische Nutzung von Cannabis ermöglichen. Die Höchstgrenze für den persönlichen Gebrauch soll im Strafgesetzbuch auf eine Unze pro Person angehoben werden, was in etwa 28 Gramm entspricht. Nun bedarf die Gesetzesinitiative noch der Zustimmung des Senats, die als wahrscheinlich gilt.

In Mexiko ist der Besitz von 28 Gramm Cannabis pro Person für
den eigenen Bedarf nun legal - QUELLE: MANUEL

Dienstag, 19. April 2016

PayPal wegen Durchsetzung der US-Blockade gegen Kuba in Deutschland verurteilt

Dortmunder Unternehmer erwirkt Gerichtsurteil gegen Online-Dienstleiter. Unternehmen hatte Konto wegen Kuba-Konzert gesperrt. Viele vergleichbare Fälle

Berlin. Der Online-Bezahldienst Paypal ist vor einem deutschen Gericht erstmalig verurteilt worden, weil das Unternehmen Kunden außerhalb der USA unter Berufung auf die US-Sanktionsgesetze gegen Kuba Konten sperrt. Das Landgericht Dortmund wies die in Luxemburg ansässige europäische Filiale des Online-Dienstleisters in einem einstweiligen Verfügungsverfahren bei einer Strafandrohung von 250.000 Euro an, die Kontosperrung gegen einen Kunden in Nordrhein-Westfalen aufzuheben. In dem Urteil der 3. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund, das amerika21 vorliegt, wurde PayPal verboten, dem Unternehmen mit Verweis auf US-amerikanische Embargovorschriften Konten zu sperren, auch wenn bei den Geschäften über Paypal die Begriffe "Kuba", "Cuba", "kubanisch" oder "cubanisch" vorkommen.

Konto eingeschränkt" – Diese Nachricht bekamen offenbar zahlreiche
Nutzer, die Produkte aus Kuba anboten - QUELLE: SAIDUL A SHAARI

Freitag, 15. April 2016

Netzwerk ruft zur Verteidigung progressiver Regierungen in Lateinamerika auf

Caracas. Künstler, Intellektuelle und Aktivisten aus Lateinamerika haben zur Solidarität mit den fortschrittlichen Regierungen und zum Aufbau eines Netzes alternativer Medien in Lateinamerika aufgerufen. Der Appell wurde nach einer mehrtägigen Zusammenkunft von Mitgliedern des "Netzwerks der Künstler, Intellektuellen und sozialen Bewegungen zur Verteidigung der Menschheit" in Caracas veröffentlicht. Teilgenommen hatten daran rund 100 Personen aus 18 Ländern Lateinamerikas und Europas.

Bei der Eröffnung des Treffens auf dem Podium (von links nach rechts):
Atilio Boroń (Argentinien), Ana Ester Cedeña (Mexiko), Luis Hernandez Navarro (Mexiko),
Abel Prieto (Kuba) und Vladimir Acosta (Venezuela)  - QUELLE: ALBACIUDAD.ORG

Dienstag, 15. März 2016

EU unterstützt Zika-Forschung mit 10 Millionen Euro

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch (15.) zehn Millionen Euro für die Erforschung des Zika-Virus bereitgestellt. Der Virus sucht gegenwärtig weite Teile Lateinamerikas heim, am stärksten betroffen ist Brasilien, wo in letzter Zeit gehäuft Fälle von schwerer Mikrozephalie (Schädelfehlbildungen) bei Neugeborenen auftreten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht möglicherweise ein Zusammenhang mit dem Zika-Virus. Zwar ist das Risiko der Übertragung des Virus in der EU gering, aber es gibt derzeit keine Behandlung oder Impfung gegen das Virus und Diagnosetests stehen oft nicht zur Verfügung.


Sonntag, 13. März 2016

Syrische Flüchtlinge in Lateinamerika: Realität – und Propaganda

Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher mindestens 470.000 Menschen das Leben gekostet. Die UN bezeichnete die Flüchtlingskrise im Februar 2014 als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er-Jahren. Als Akuthilfe ermöglichten angesichts des Flüchtlingsansturms in Ungarn Ende August / Anfang September 2015 die Regierungen Deutschlands, Österreichs und Ungarns in gemeinsamer Absprache mehreren Tausend Flüchtlingen die Einreise nach Deutschland. Seit September kommen immer mehr Menschen aus Syrien nach Deutschland, das vergangene Jahr war eine Zäsur der deutschen Geschichte.

Wegen des Bürgerkriegs in Syrien sind Millionen Menschen auf der Flucht (Foto: UNHCR)

Montag, 29. Februar 2016

Lateinamerika: Sechs Präsidenten könnten durch illegale Gelder an die Macht gekommen sein

Der aus Brasilien stammende Wahlkampfstratege João Santana soll nach Auffassung der Justiz Gelder aus dem Petrobras-Skandal erhalten haben. Die Generalstaatsanwaltschaft geht deshalb dem Verdacht nach, ob Schmiergelder aus dem größten Korruptionsskandal in der Geschichte des Landes in die Kampagne von mehreren Präsidenten geflossen sind. Santana gilt als „Präsidenten-Macher und hat nicht nur Rousseff zweimal auf den Präsidentensessel gehievt, sondern auch deren Vorgänger Lula da Silva.

Santana (links) gilt als "Präsidenten-Macher und hat nicht nur Rousseff zweimal auf den Präsidentensessel gehievt,
sondern auch deren Vorgänger Lula da Silva (Foto: Veja)


Mittwoch, 24. Februar 2016

Lateinamerikanische Mercosur-Gruppe bietet EU Freihandelsabkommen an

Die süd-amerikanische Mercosur (Mercado Común del Sur – Gemeinsamer Markt des Südens) hat der EU die Öffnung von 93 Prozent ihres lateinamerikanischen Marktes angeboten, um  damit ein schon lange angestrebtes  Freihandelsabkommen abzuschließen.
Das bestätigte Uruguays Präsident Tabaré Vázquez im Vorfeld seines geplanten Besuches in Frankreich. Die ständigen Mitglieder Mercosurs Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay „präsentierten eine Liste von Produkten und Artikeln“, die Teil eines Freihandelsabkommen sein könnten,  so Vázquez.
„Mehr als 93 Prozent von dem, was wir produzieren, stellen wir zur Verfügung, um ein Freihandelsabkommen mit der EU voranzubringen „, sagte Vázquez. „Jetzt warten wir auf die Entscheidung der Europäischen Union.“

Die Mercosur wartet auf Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU
Foto: Ricardo Stuckert/PR

Dienstag, 23. Februar 2016

Lateinamerika: Der Bruch der Bolivarischen Achse

Die Niederlage von Evo Morales bei der Volksabstimmung vom vergangenen Sonntag (21.) ist der neueste Schlag für die „Bolivarische Achse“ (eje bolivariano), deren Bruch bereits im Juli 2013 mit dem Tod des charismatischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez begann. Im Gegensatz zu Venezuela, Argentinien und Brasilien genießen die Präsidenten von Bolivien und Ecuador allerdings den Rückhalt bei der Bevölkerung, uneingeschränkte

Die Gründer der "Bolivarischen Achse": Hugo Chávez, Rafael Correa und Evo Morales
(Fotot: Reproducao)

Studie zur Lebensqualität: Montevideo ist Spitze in Lateinamerika

Dies Beratungsgesellschaft „Mercer“ befragt jährlich Expatriates zu ihren Einschätzungen über die Lebensqualität in weltweit 230 Grossstädten. Zur Beurteilung der Lebensqualität jeder Stadt wurden 39 Kriterien analysiert, die aus Sicht von Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt wurden, eine zentrale Rolle spielen. Diese Merkmale schließen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein. Hinzu kommen Faktoren wie Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen.

Montevideo zählt zu den zehn sichersten Städten Lateinamerikas (Foto: Ministerio)

Uruguay ist medial bestens erschlossen

Montevideo. Das staatliche Kommunikationsunternehmen Uruguays, Antel, hat die beste Abdeckung mit LTE in ganz Lateinamerika. Dies geht aus einem kürzlich publizierten Bericht von Open Signal hervor.

Der Firmensitz von Antel im Zentrum Montevideos, "Torre de Antel"
QUELLE: BENLET26 LIZENZ: CC BY-SA 3.0
Der Mobilfunkstandard LTE, kurz für Long Term Evolution, ist eine DSL-Ersatztechnologie mit einem Download-Volumen von bis zu 300 Megabit pro Sekunde. Das sind deutlich höhere Raten als bei älteren Standards. Mobile Anwendungen und Features, wie beispielsweise mobiles Fernsehen oder aufwändige Streaming-Applikationen für Smartphones sind damit wesentlich besser möglich. Spitzenreiter ist Südkorea mit einer Abdeckung von 97 Prozent, gefolgt von Japan mit 90 und Hongkong mit 86 Prozent. Auf Platz acht folgt Uruguay mit 82 Prozent. Einige europäische Länder, wie Holland, Schweden und Norwegen liegen bei einer guten Abdeckung zwischen 70 und 80 Prozent, ebenso wie die USA mit 78 Prozent. Im Vergleich dazu schneidet Deutschland mit 53 Prozent nur mäßig ab und ist gleichauf mit Marokko.