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Sonntag, 28. August 2016

Unwetter mit über 150l/m² oder Santa Rosa war zu Besuch

Nach unserem kleinen Sommer am Donnerstag und Freitag mit bis zu 25 Grad, kam dann pünktlich in der Nacht zum Samstag das angekündigte Gewitter mit starkem Regen. Der Regen hielt an bis zum späten Freitag Abend. Dabei kam hier in Las Toscas eine geschätzte Regenmenge von 150l pro m² zusammen. So viel wie seit Jahren nicht mehr in so kurzer Zeit.

Montevideo - Quelle El Observador

Marihuana-Verkauf in Uruguay mit Startschwierigkeiten

Montevideo. Der legale Verkauf von Marihuana in uruguayischen Apotheken steht kurz vor dem Start. Wie die Drogenaufsichtsbehörde (JND) vergangene Woche mitteilte, werde die Registrierung für Kunden in den "nächsten Tagen" beginnen.

Allerdings gibt es bei dem Vorhaben Schwierigkeiten. So hinkt man in der Produktion den eigenen Ansprüchen hinterher. In den beiden staatlich lizenzierten Anbauunternehmen werden für das kommende Jahr voraussichtlich vier Tonnen Marihuana produziert, was bei einer Konsumentenzahl von geschätzten 128.000 lediglich 31 Gramm pro Person bedeuten würde. Ein noch größeres Hindernis besteht darin, dass sich landesweit nur knapp 50 von 1.200 Apotheken für den Verkauf registriert haben respektive für den Verkauf zugelassen wurden.

Begeisterung nach der Abstimmung im Parlament über das Marihuana-Gesetz im
Dezember 2013 - QUELLE: LAMARIHUANA.COM

Samstag, 6. August 2016

Protest in Schulen während Eröffnung von Olympischen Spielen in Brasilien

Schülerinnen und Schüler fordern bessere Bedingungen für Bildung ein. Enttäuschung schon nach Fußball-Weltmeisterschaft. Solidarität in der Bevölkerung

Rio de Janeiro. Zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele hält in Brasilien eine landesweite Welle der Unzufriedenheit mit der neuen Regierung des Interimspräsidenten Michel Temer an. Und auch die Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro gerät zunehmend unter Druck.

Aus den öffentlichen Krankenhäusern im Bundesstaat Rio gibt es täglich neue Meldungen über das Fehlen von Geldern, Geräten und Basisausstattungen. Die öffentlichen Bediensteten und  pensionierte Angestellte warten noch immer auf ihr Gehalt.

Protestaktion vor einer Schule in Rio de Janeiro QUELLE: THIAGO MENDES

Montag, 18. Juli 2016

Cannabis in Uruguay „Wir wollen nicht das Holland Südamerikas werden“

Drastische Warnhinweise, keine Tabakwerbung, kein öffentliches Rauchen: Uruguay ist für strikte Rauchergesetze berüchtigt. Mit Cannabis pflegt das Land einen liberaleren Umgang. Doch ein Mekka für Kiffer ist es noch lange nicht.

Uruguay versteht bei Alkohol und Tabak keinen Spaß und setzt auf drastische Warnhinweise - wie diese mannshohen Glimmstängel mit Totenkopf-Symbol in der Innenstadt von Montevideo.
Der „Frente Amplio“ versteht keinen Spaß. Jedenfalls nicht, wenn es um Alkohol und Tabak geht. In den elf Jahren, in denen die „Breite Front“ in dem Zwei-Kammer-Parlament Uruguays über die absolute Mehrheit verfügt, hat das linke, aus mehr als vierzig Parteien und Gruppen bestehende Bündnis nicht nur die Promillegrenze für Alkohol im Straßenverkehr von 0,8 über 0,3 auf mittlerweile 0,0 gesenkt.

Uruguay versteht bei Alkohol und Tabak keinen Spaß und setzt auf drastische Warnhinweise - wie diese mannshohen Glimmstängel mit Totenkopf-Symbol in der Innenstadt von Montevideo. © REUTERS

Samstag, 9. Juli 2016

Rechtsstreit mit Philip Morris: Uruguay behält die Lufthoheit

Drastische Warnhinweise, keine Werbung, nicht im Restaurant: Uruguay ist für strenge Rauchergesetze bekannt. Dagegen klagte der Tabakriese Philip Morris. Nach sechs Jahren entschied nun ein Gericht.

Der für äußerst strenge Rauchergesetze bekannte südamerikanische Staat Uruguay hat einen sechsjährigen Prozess gegen den Tabakriesen Philip Morris gewonnen. Der bei der Weltbank angesiedelte internationale Schiedsgerichtshof ICSID in Washington habe die Klagepunkte des Konzerns "komplett zurückgewiesen", teilte Staatspräsident Tabaré Vázquez, ein ausgebildeter Onkologe, in einer Ansprache in Montevideo mit.



Montag, 27. Juni 2016

Umweltnotstand in Santiago de Chile

Die chilenische Hauptstadt Santiago hat seit Jahren mit zahlreichen Umweltproblemen zu kämpfen. Die Luftqualität gilt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der schlechtesten der Welt. Die Stadt befindet sich in einem Talkessel von zirka 50 Kilometer Durchmesser etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel.

Santiago liegt in einem Talkessel am Fluss Río Mapocho und ist eine der am stärksten von Luftverschmutzungen
betroffenen Städte in Lateinamerika (Foto: Screenshot YouTube)

Donnerstag, 23. Juni 2016

Auszeit im Spa

Zu unseren Geburtstagen im April bzw. Mai hatten wir uns einen Gutschein im VIAAQUA Spa Punta Carretas gegönnt. Heute haben wir ihn auch endlich eingelöst.




Das Spa liegt direkt zwischen dem Sheraton Hotel und Punta Carretas Shopping.

Samstag, 28. Mai 2016

„Holocaust der Gesundheit“ in Venezuela: Tod des kleinen Oliver erschüttert Lateinamerika

Venezuela nähert sich dem wirtschaftlichen Kollaps und einem Volksaufstand gegen das Regime, welches die Verfassung missachtet und sich dem Willen der Mehrheit nicht beugen will. In den Sozialen Netzwerken wie „Facebook“ oder „Twitter“ ist jede zweite Nachricht eine Bitte. Unzählige Menschen fragen nach allem, von Antibiotika für die Kinder bis zu Spezialkathetern für die Dialyse, über Schutzmasken und Medizin für die Chemotherapie.

Im Februar dieses Jahres hatte der acht Jahre alte Oliver Sánchez um Hilfe gebeten, sein Bild ging um die Welt
(Foto: Screenshot YouTube)

Zika-Virus in Brasilien: Experten fordern Verlegung der Olympischen Spiele

Rund zwei Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro fordert eine Gruppe von 150 internationalen Ärzten und Wissenschaftlern eine Verlegung oder Verschiebung des Mega-Events. In einem offenen Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnen die Wissenschaftler vor einer globalen Zika-Epidemie, am Zuckerhut werden über ein halbe Million Besucher aus aller Welt erwartet.


Freitag, 27. Mai 2016

Kampf gegen Übergewicht: Chile verbietet „Kinder Überraschung“

Die Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit ist ein wesentliches Problem für die öffentliche Gesundheit. Viele Menschen in Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind krank und leiden an derselben Volkskrankheit: Sie sind zu dick. Die meisten Übergewichtigen leben einer Studie zufolge in den USA: Dort sind 72 Prozent der Männer und 64 Prozent der Frauen zu dick. Auch in Lateinamerika (Mexiko, Chile und Brasilien) leben überdurchschnittlich viele dicke Menschen. Im Kampf gegen die Fettleibigkeit will Chiles Regierung die Vermarktung von Schokolade und anderen Produkten ändern, das Gesetz soll Fettleibigkeit bei Kindern reduzieren.

Mehr als die Hälfte der Lateinamerikaner ist zu dick (Foto: Latinapress)

Donnerstag, 26. Mai 2016

Uruguay: Vier Tote durch Influenza-A-Virus H1N1

Im südamerikanischen Land Uruguay sind nach aktuellen Angaben des Ministeriums für Gesundheit in den letzten Tagen vier Menschen am Influenza-A-Virus H1N1 gestorben. Influenza-A-Virus H1N1 (A/H1N1) bezeichnet einen Subtyp des Influenzavirus, der bei Enten, Menschen und Schweinen vorkommt, aber auch zahlreiche andere Säugetierarten sowie Truthähne infizieren kann. Laut Vize-Gesundheitsministerin Cristina Lustemberg leidet Uruguay unter dem frühen Einbruch einer Kältewelle, landesweit befinden sich mehr als 50 Personen mit Infektionen der Atemwege auf den Intensivstationen (ICU) verschiedener Krankenhäuser.

Insgesamt hat die Regierung in den letzten Monaten bereits 500.000 Impfstoffe importiert, von denen bereits 293.462 verabreicht wurden (Foto: GoV)

Lustemberg gab bekannt, dass das Ministerium für öffentliche Gesundheit (MSP) 100.000 Dosen eines trivalenten Grippe-Impfstoffs gekauft hat. Insgesamt hat die Regierung in den letzten Monaten bereits 500.000 Impfstoffe importiert, von denen bereits 293.462 verabreicht wurden.

latina-press

Samstag, 30. April 2016

„Schwarze Magie“ in Brasilien: Zehnjährige stirbt im Krankenhaus

Um Macumba und andere Scharlatanereien ranken sich ähnlich mysteriöse Vorstellungen wie beim Voodoo. Sie entstammen den afrikanischen Religionen und werden in Brasilien in fast jedem Dorf praktiziert. Hexenglauben und Fetische spielen eine große Rolle, der afrobrasilianische Aberglaube kostete bereits zahlreichen Menschen das Leben. Am Freitag (29.) starb ein zehnjähriges Mädchen in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Teresina, Hauptstadt des Bundesstaates Piauí (Nordosten).


Montag, 25. April 2016

Mexiko legalisiert Marihuana für medizinische Zwecke

Mexiko-Stadt. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat am Donnerstag ein Dekret unterzeichnet, das eine weitreichende Liberalisierung des medizinischen und persönlichen Gebrauchs von Marihuana vorsieht. Demnach sollen Änderungen im Allgemeinen Gesundheitsgesetz erstmals die uneingeschränkte wissenschaftliche und medizinische Nutzung von Cannabis ermöglichen. Die Höchstgrenze für den persönlichen Gebrauch soll im Strafgesetzbuch auf eine Unze pro Person angehoben werden, was in etwa 28 Gramm entspricht. Nun bedarf die Gesetzesinitiative noch der Zustimmung des Senats, die als wahrscheinlich gilt.

In Mexiko ist der Besitz von 28 Gramm Cannabis pro Person für
den eigenen Bedarf nun legal - QUELLE: MANUEL

Freitag, 18. März 2016

Neuer Impfstoff gegen Dengue

Neue Hoffnung gegen das Dengue-Fieber und vielleicht sogar das Zika-Virus: Ein Impfstoffkandidat gegen das Dengue-Virus hat sich in einer klinischen Studie als zu 100 Prozent effektiv erwiesen. Schon eine einmalige Impfung reichte aus, um Probanden vollständig gegen das Virus zu schützen. Mediziner hoffen, mit diesem Kandidaten eine Vakzin gefunden zu haben, die zuverlässig gegen alle vier Varianten des Dengue-Virus schützt. Es könnte zudem so modifiziert werden, dass es zusätzlich gegen das Zika-Virus schützt.


Dienstag, 15. März 2016

EU unterstützt Zika-Forschung mit 10 Millionen Euro

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch (15.) zehn Millionen Euro für die Erforschung des Zika-Virus bereitgestellt. Der Virus sucht gegenwärtig weite Teile Lateinamerikas heim, am stärksten betroffen ist Brasilien, wo in letzter Zeit gehäuft Fälle von schwerer Mikrozephalie (Schädelfehlbildungen) bei Neugeborenen auftreten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht möglicherweise ein Zusammenhang mit dem Zika-Virus. Zwar ist das Risiko der Übertragung des Virus in der EU gering, aber es gibt derzeit keine Behandlung oder Impfung gegen das Virus und Diagnosetests stehen oft nicht zur Verfügung.


Freitag, 26. Februar 2016

Handgefertigte Moskitonetze Made in Uruguay

Aufgrund der aktuellen Dengue-Fälle in Uruguay und der steigenden Gefahr für weitere von Moskitos übertragenen Viren, wäre es zur Zeit sicher von Vorteil einen guten Insektenschutz im Schlafzimmer zu haben. Am besten wirkt da ein passendes Moskitonetz über dem Bett. 

Leider gab es bisher hier in Uruguay nur diese einfachen Moskitonetze in Trichterform, die den Nachteil haben, dass sie u.U. am Körper anliegen und man doch gestochen oder gebissen werden kann. Abhilfe schafft da ein rechteckiges Netz in Box-Form. Genau diese fertigt jetzt ein brasilianischer Freund aus Parque del Plata hier in Uruguay.


Freitag, 12. Februar 2016

Zika-Virus: Brasilien bestätigt drittes Todesopfer

Das brasilianische Gesundheitsministerium hat am Donnerstagmorgen (11.) offiziell ein drittes Todesopfer durch das Zika-Virus bestätigt. Demnach starb das 20-jährige weibliche Opfer aus dem Verwaltungsbezirk Serrinha in Rio Grande do Norte bereits im April letzten Jahres, die Testergebnisse waren erst jetzt ausgewertet worden. Laut dem Ministerium gingen die Behörden lange Zeit davon aus, dass die Patientin am Dengue-Fieber gestorben war, die Untersuchungen brachten erst jetzt ein schlüssiges Ergebnis.



Beim ersten offiziell bestätigten Fall handelte es sich um einen Mann aus dem Bundesstaat Maranhão (Norden). Er starb im November 2015 an Zika, bestätigt wurde dies vom „Instituto Evandro Chagas“. Das zweite Opfer war 16 Jahre, starb im Oktober vergangenen Jahres und stammte aus dem Verwaltungsbezirk Benevides im Bundesstaat Pará.

latina-press

Samstag, 6. Februar 2016

Großbritannien: Passagierraum von Flugzeugen aus Zika-Gebieten wird besprüht

Das Zika-Virus breitet sich in Lateinamerika und der Karibik explosionsartig aus. Am 1. Februar 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den „Öffentlichen Gesundheitsnotstand internationalen Ausmaßes“ erklärt, die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit, das deutsche Auswärtige Amt, das österreichische Bundesministerium für Gesundheit und das Expertenkomitee für Reisemedizin der Schweiz empfehlen Schwangeren, Reisen in bekannte Zika-Virus-Ausbruchsgebiete möglichst zu vermeiden und bei unvermeidlichen Reisen auf konsequenten Mückenschutz zu achten.

Am Freitag (5.) gab die britische Regierung bekannt, den Passagierraum von Flugzeugen in betroffenen Gebieten mit Insektiziden zu besprühen (Foto: BritishAirways)

Freitag, 5. Februar 2016

Mikrozephalie in Brasilien: Worte der Regierung und die harte Realität

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff gerät wegen der Zika-Epidemie im südamerikanischen Land zunehmend unter Druck. Während einer Fernsehansprache mit der Mahnung zum gemeinsamen Kampf gegen die Zika übertragende Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) gingen tausende Menschen in Städten wie São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte auf ihre Balkone und verliehen ihrem Protest mit Kochtopfschlagen Ausdruck. Worte wie „wir werden alles tun, um werdende Mütter vor dem Zika-Virus zu schützen“, haben mit der harten Realität in Brasilien nichts zu tun.

Realität in den öffentlichen Krankenhäusern Brasiliens (Foto: Divulgacao)

Donnerstag, 4. Februar 2016

Zika-Epidemie - Lateinamerika geht vereint gegen das Virus vor

In Uruguay verständigten sich die Gesundheitsminister der Region auf eine Reihe von Maßnahmen. Indessen rief der Gouverneur von Florida (USA) in vier Bezirken den Notstand aus.

Mehr als ein Dutzend lateinamerikanische Staaten wollen den Ausbruch des Zika-Virus koordiniert bekämpfen. Die Gesundheitsminister Südamerikas sowie ihre Amtskollegen aus Mexiko, Costa Rica und der Dominikanischen Republik haben auf einem Krisentreffen in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo beschlossen, die wissenschaftlichen Verfahren zur Identifizierung des Virus zu vereinheitlichen. Auch der Überträger, die Mücke Aedes aegypti, soll über Grenzen hinweg bekämpft werden.

Eine Mutter hält ihr Kind in einem brasilianischen Krankenhaus.
Es wurde mit einer durch das Zika-Virus verursachten Schädelfehlbildung geboren.
© Felipe Dana/AP Photo/dpa