Brasília. Eine parlamentarische Untersuchungskommission (CPI) soll die bisherige Arbeit der Behörden für Agrarreform, Incra, und für Indigene, Funai, untersuchen. Soziale Bewegungen und Politiker der Opposition bewerten den Untersuchungsausschuss als einen Versuch, erkämpfte Rechte, wie die Markierung indigenen Landes, rückgängig zu machen.
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Samstag, 27. August 2016
Donnerstag, 21. Juli 2016
Lateinamerika: Vorwurf des Landraubs in Brasilien erhärtet sich
Neue Beweise aus Brasilien legen substantielle menschenrechtliche Probleme bei der Investition der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe in einen Landfonds nahe. Nach einem Urteil des State Court vom Bundesstaat Piauí vom 5. Juli hat sich der brasilianische Geschäftsmann Euclides De Carli 124.400 Hektar Land illegal angeeignet. Der Landfonds TIAA-CREF Global Agriculture, in den die deutsche Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) sowie US-amerikanische, kanadische und schwedische Pensionsfonds investiert haben, hatte eingeräumt, über seinen brasilianischer Partner, der Zuckerhersteller COSAN, Land in der Region Matopiba von Herrn De Carli gekauft zu haben. In dieser Region liegen auch die von der Staatsanwaltschaft als illegal angeeignet erklärten Ländereien.
| Zwischenhändler organisieren sich teilweise gewaltsam und mit Einschüchterungen Land, welches von lokalen Gemeinden genutzt wird (Foto: agricultura.gov.br)a |
Donnerstag, 14. Juli 2016
Proteste in Paraguay nach Urteil gegen Kleinbauern im Fall Curuguaty
Asunción. Mit Demonstrationen, Besetzungen und einer Mahnwache protestieren Menschenrechts- und Bauernaktivisten, Studierende und linke politische Bewegungen seit Montag in Paraguays Hauptstadt gegen die Verurteilung der elf Landarbeiterinnen- und arbeiter im Fall des Massakers von Curuguaty. Das Strafgericht hatte hohe Haftstrafen gegen die Angeklagten verhängt: Vier von ihnen wurden wegen Mordes, Landbesetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt, Rubén Villalba bekam mit 30 Jahren die höchste Strafe. Wegen Mittäterschaft sollen Luis Olmedo 20, Néstor Castro und Arnaldo Quintana je 18 Jahre hinter Gittern. Gegen drei Frauen lautete das Urteil je sechs Jahre Haft wegen Komplizenschaft, sie wurden am Dienstag vom Gefängnis in den Hausarrest überstellt. Die vier übrigen Angeklagten bekamen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Landbesetzung je vier Jahre ausgesprochen und sind inzwischen auf freiem Fuß, da sie ihre Strafe bereits verbüßt haben.
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| Solidarität mit den Verurteilten und den Aktivisten, die in Zelten vor dem Justizpalast eine Mahnwache abhalten - QUELLE: CURUGUATY #ABSOLUCIONYA |
Montag, 11. Juli 2016
Gericht in Brasilien setzt Deal zwischen Bergbauriesen und Staat außer Kraft
Richterin annulliert Abkommen zwischen Behörden und Samarco über Reparationen für Umweltschäden. Sie fordert die Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung
Brasilía. Der Kampf um die Übernahme der Folgekosten des Dammbruchs bei Mariana vom vergangenen November in Brasilien geht weiter. Per einstweiliger Verfügung hat die Vizepräsidentin des Obersten Gerichtshofes, Diva Malerbi, das Abkommen zwischen brasilianischen Bundesbehörden, den Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo sowie dem Bergbauunternehmen Samarco außer Kraft gesetzt. Eigentümer von Samarco sind Vale und BHP Billiton, zwei der drei größten Bergbauunternehmen der Welt. Das milliardenschwere Abkommen sieht unter anderem eine gemeinsame Stiftung vor, aus der Gelder für Wiederaufbau und Renaturalisierung der durch den Staudammbruch verwüsteten Gebiete bezahlt werden sollen.
Brasilía. Der Kampf um die Übernahme der Folgekosten des Dammbruchs bei Mariana vom vergangenen November in Brasilien geht weiter. Per einstweiliger Verfügung hat die Vizepräsidentin des Obersten Gerichtshofes, Diva Malerbi, das Abkommen zwischen brasilianischen Bundesbehörden, den Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo sowie dem Bergbauunternehmen Samarco außer Kraft gesetzt. Eigentümer von Samarco sind Vale und BHP Billiton, zwei der drei größten Bergbauunternehmen der Welt. Das milliardenschwere Abkommen sieht unter anderem eine gemeinsame Stiftung vor, aus der Gelder für Wiederaufbau und Renaturalisierung der durch den Staudammbruch verwüsteten Gebiete bezahlt werden sollen.
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| Die durch den Dammbruch ausgelöste Welle aus Schlick und Abbauresten der Eisenerzminezerstörte das angrenzende Dorf Bento Rodrigues QUELLE: ANTONIO CRUZ/AGÊNCIA BRASIL |
Samstag, 9. Juli 2016
Rechtsstreit mit Philip Morris: Uruguay behält die Lufthoheit
Drastische Warnhinweise, keine Werbung, nicht im Restaurant: Uruguay ist für strenge Rauchergesetze bekannt. Dagegen klagte der Tabakriese Philip Morris. Nach sechs Jahren entschied nun ein Gericht.
Der für äußerst strenge Rauchergesetze bekannte südamerikanische Staat Uruguay hat einen sechsjährigen Prozess gegen den Tabakriesen Philip Morris gewonnen. Der bei der Weltbank angesiedelte internationale Schiedsgerichtshof ICSID in Washington habe die Klagepunkte des Konzerns "komplett zurückgewiesen", teilte Staatspräsident Tabaré Vázquez, ein ausgebildeter Onkologe, in einer Ansprache in Montevideo mit.
Der für äußerst strenge Rauchergesetze bekannte südamerikanische Staat Uruguay hat einen sechsjährigen Prozess gegen den Tabakriesen Philip Morris gewonnen. Der bei der Weltbank angesiedelte internationale Schiedsgerichtshof ICSID in Washington habe die Klagepunkte des Konzerns "komplett zurückgewiesen", teilte Staatspräsident Tabaré Vázquez, ein ausgebildeter Onkologe, in einer Ansprache in Montevideo mit.
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