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Sonntag, 18. September 2016

Früherer Guantanamo-Häftling darf in Uruguay Hungerstreik fortsetzen

Montevideo (AFP) Ein syrischer ehemaliger Guantanamo-Häftling darf in Uruguay seinen Hungerstreik fortsetzen, mit dem er eine Zusammenführung mit seiner Familie erzwingen will. Ein Richter in Uruguay urteilte am Freitag, dass der 45-jährige Dschihad Dijab seinen Protest fortsetzen darf, ohne zur Zwangsernährung ins Krankenhaus gebracht zu werden. Der Syrer war 2014 aus dem Gefängnis auf Kuba freigelassen und nach Uruguay gebracht worden. - zeit.de

Quelle: AlJazeera/Reuters

Mittwoch, 7. September 2016

Brasilien legalisiert Haushaltstricks, die Präsidentin das Amt kosteten

Nach der Amtsenthebung von Dilma Rousseff hat die De-facto-Regierung die Politikerin per Gesetz entlastet. Absetzung bleibt dennoch bestehen

Brasília. Nur zwei Tage nach der Amtsenthebung der gewählten Präsidentin von Brasilien, Dilma Rousseff, hat die De-facto-Regierung von Michel Temer ein neues Gesetz verabschieden lassen, das die Haushaltstricks der abgesetzten Politikerin fortan legalisiert. Das Gesetz war von der linksgerichteten Politikerin noch selbst eingebracht und am 25. Juli in erster Lesung genehmigt worden. Bei der Verabschiedung wurde es gelobt: Es handele sich um eine wichtige Flexibilisierung der Haushaltspolitik, die eine bessere Handhabung der Haushaltsmittel ermögliche.

Demonstranten in Brasilien fordern Neuwahlen - QUELLE: AGENCIA BRASIL

Samstag, 3. September 2016

Panama Papers ‒ Neue Vorwürfe gegen den Präsidenten von Argentinien

Frühere Geschäftstätigkeiten von Präsident Mauricio Macri unter Verdacht. Seine Unternehmen sollen in Steuerflucht und Geldwäsche verstrickt sein

Buenos Aires. Gegen den argentinischen Präsidenten Mauricio Macri sind neue Anschuldigungen im Zusammenhang mit dem "Panama Papers"-Skandal aufgekommen. Norman Darío Martínez, Kongressabgeordneter der Frente para la Victoria (FPV) aus der Provinz Neuquén, geht davon aus, dass die Offshore-Firma Fleg Trading Ltd., die im Besitz der Präsidenten-Familie ist, im September 1998 der Firma Socma Americana (ebenfalls Familienbesitz) Aktien des Unternehmens Owners do Brazil im Wert von 9.3 Millionen US-Dollars abgekauft hat. Macri hatte bisher stets behauptet, dass Fleg Trading zu keinem Zeitpunkt Geldoperationen getätigt habe. Für Martínez steht daher fest: "Macri lügt. Wir können beweisen, dass er im Auftrag dieser Firma Millionen in Brasilien investierte". Aufgedeckt hat diese umstrittenen Aktiengeschäfte der argentinische Journalist Tomás Lukin, der im Mai 2016 in der Zeitung Página/12 zum ersten Mal darüber berichtete.

Gegen Macri werden neue Anschuldigungen im Zusammenhang mit den
"Panama Papers" erhoben - QUELLE: CASA ROSADA

Mittwoch, 31. August 2016

Deutscher Sektenführer in Uruguay ermordet

Im südamerikanischen Land Uruguay ist am Sonntag (28.) die Leiche eines deutschen Staatsbürgers gefunden worden. Nach Angaben der Justiz handelt es sich um den 61-jährigen Arno Wollensak. Laut ersten forensischen Untersuchungen war der an einem Strand in La Floresta (Departemento Canelones) gefundene Leichnam an Händen und Füßen gefesselt, über dem Kopf war ein Sack gestülpt. Der Ermordete aus Oerlinghausen bei Bielefeld galt als Führer einer Sekte, die unter dem Namen „Ramtha“ oder „Licht-Oase“ (Oasis de Luz) bekannt wurde. Seinen Mitgliedern versprach der Guru den Aufstieg in göttliche Sphären.

Strand La Floresta - Der Ort des Geschehens ist keine 5m von uns entfernt.

Sonntag, 21. August 2016

Präsident Vázquez bekräftigt Engagement zur Aufklärung von Diktatur-Verbrechen in Uruguay

Montevideo. Die im vergangenen Jahr in Uruguay eingerichtete Kommission "Wahrheit und Gerechtigkeit" hat umfangreiches Archivmaterial aus den Beständen der Marine erhalten. Die Aufarbeitung dieser Daten werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Regierung hat der Kommission volle Unterstützung für die Aufklärung der Verbrechen der Militärdiktatur zugesagt.

Präsident Vázquez und Mitglieder der Kommission “Wahrheit und Gerechtigkeit”
QUELLE: FRENTEAMPLIO.ORG.UY

Donnerstag, 14. Juli 2016

Proteste in Paraguay nach Urteil gegen Kleinbauern im Fall Curuguaty

Asunción. Mit Demonstrationen, Besetzungen und einer Mahnwache protestieren Menschenrechts- und Bauernaktivisten, Studierende und linke politische Bewegungen seit Montag in Paraguays Hauptstadt gegen die Verurteilung der elf Landarbeiterinnen- und arbeiter im Fall des Massakers von Curuguaty. Das Strafgericht hatte hohe Haftstrafen gegen die Angeklagten verhängt: Vier von ihnen wurden wegen Mordes, Landbesetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt, Rubén Villalba bekam mit 30 Jahren die höchste Strafe. Wegen Mittäterschaft sollen Luis Olmedo 20, Néstor Castro und Arnaldo Quintana je 18 Jahre hinter Gittern. Gegen drei Frauen lautete das Urteil je sechs Jahre Haft wegen Komplizenschaft, sie wurden am Dienstag vom Gefängnis in den Hausarrest überstellt. Die vier übrigen Angeklagten bekamen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Landbesetzung je vier Jahre ausgesprochen und sind inzwischen auf freiem Fuß, da sie ihre Strafe bereits verbüßt haben.

Solidarität mit den Verurteilten und den Aktivisten, die in Zelten vor dem Justizpalast
eine Mahnwache abhalten - QUELLE: CURUGUATY #ABSOLUCIONYA

Freitag, 1. Juli 2016

Kidnapping of horses - ransom or slaughterhouse

It always happened here, that some outlaws have stolen horses from fields and out of barns. But currently this problem increases. Really disgusting is that the thieves hold the horses to ransom and when one doesn't wants to pay they send them to the slaughterhouse. 

This happened some weeks ago near Atlántida :-( 




Diebstahl von Pferden - Lösegeldzahlung oder Schlachthaus!

Es kam in Uruguay schon immer mal vor, dass Pferde von Weiden und aus Ställen gestohlen wurden. In letzter Zeit nimmt dies aber rasant zu. Besonders perfide an der Sache ist aber, dass man seine hochbeinigen Freunde gegen Zahlung eines Lösegeldes zurückbekommen kann. Zahlt man nicht, wird damit gedroht, das Pferd zum Schlachter zu geben. 

So geschehen vor einigen Wochen in der Nähe von Atlántida :-( 




Donnerstag, 30. Juni 2016

Ex-Sicherheitschef von VW in Brasilien zur Kollaboration mit Diktatur angehört

Opfer fordern Schuldanerkennung von VW do Brasil. Ehemaliger Oberst weist alle Vorwürfe zurück. Staatsanwalt will neue Dokumente von Mutterkonzern

São Paulo. Bei der Bundesstaatsanwaltschaft in São Paulo schreiten die Ermittlungen gegen den deutschen Autobauer Volkswagen voran. Im Rahmen der jüngsten Anhörungen vom Donnerstag musste unter anderem der ehemalige Sicherheitschef des Unternehmens, Adhemar Rudge, zu den Vorwürfen der Kollaboration mit dem Militärregime (1964-1985) und Verletzungen von Menschen- und Arbeitnehmerrechten Stellung nehmen. Rudge war damals Oberst der Streitkräfte.

Adhemar Rudge und Dr. Pedro Machado
QUELLE: MINISTÉRIO PÚBLICO DO ESTADO DE SÃO PAULO

Mittwoch, 29. Juni 2016

„Hotesur-Skandal“ in Argentinien: Steuergeheimnis für Familie Kirchner aufgehoben

Ein Bundesrichter in Argentinien hat am Montag (27.) beschlossen, im Rahmen der Untersuchungen rund um den „Hotesur-Skandal“ das Steuergeheimnis für die Familie Kirchner aufzuheben. Der „Hotesur-Skandal“ wirft seit Beginn der Ermittlungen im Jahr 2014 Schatten auf die zweite Amtszeit von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. „Hotesur“ ist eine Firma, die Hotels in El Calafate, der Hauptstadt des Departamento Lago Argentino und Zentrum des Tourismus für den Nationalpark Los Glaciares mit dem bekannten Gletscher Perito Moreno am Fuß der Anden, verwaltet.

Bundesrichter Claudio Bonadio war von den Ermittlungen suspendiert (Foto: TV-Screen)