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Sonntag, 21. August 2016

Präsident Vázquez bekräftigt Engagement zur Aufklärung von Diktatur-Verbrechen in Uruguay

Montevideo. Die im vergangenen Jahr in Uruguay eingerichtete Kommission "Wahrheit und Gerechtigkeit" hat umfangreiches Archivmaterial aus den Beständen der Marine erhalten. Die Aufarbeitung dieser Daten werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Regierung hat der Kommission volle Unterstützung für die Aufklärung der Verbrechen der Militärdiktatur zugesagt.

Präsident Vázquez und Mitglieder der Kommission “Wahrheit und Gerechtigkeit”
QUELLE: FRENTEAMPLIO.ORG.UY

Montag, 8. August 2016

Lateinamerika: Regierungen müssen Rechte von Indigenen garantieren

Anlässlich des Internationalen Tags der indigenen Völker am kommenden Dienstag (9.) weist FIAN Deutschland auf die besorgniserregende Situation vieler indigener Gemeinschaften hin. Unter anderem in Lateinamerika werden individuelle und kollektive Rechte von Indigenen, darunter das Recht auf Nahrung, systematisch verletzt. „Die indigene Bevölkerung Lateinamerikas stirbt einen langsamen, aber sicheren sozialen und kulturellen Tod. Hierfür ist in erster Linie der fehlende Zugang zu ausreichenden Land-Ressourcen verantwortlich“, so Almudena Abascal, Lateinamerika-Referentin von FIAN Deutschland. FIAN fordert die Regierungen auf, ihren nationalen und internationalen Verpflichtungen nachzukommen und den Schutz indigener Völker zu garantieren.

Indigene Ureinwohner sind die "Schwächsten" der Gesellschaft (Foto: Latinapress)

Sonntag, 7. August 2016

Argentinien: "Ein christlicher Tod"

Unter der Diktatur in Argentinien wurden Gefangene lebend aus Flugzeugen in den Río de la Plata geworfen. Ein Ex-Militär bricht das Schweigen über die Todesflüge

Der argentinische Korvettenkapitän Adolfo Scilingo berichtete 1995 dem ehemaligen Mitglied der linksperonistischen Guerillagruppe Montoneros und Journalisten Horacio Verbitsky detailliert über eine der grausamsten Praktiken der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) unter General Jorge Rafael Videla: Gefangene wurden betäubt, aber lebendig, aus Flugzeugen in den Río de la Plata geworfen, jeden Mittwoch, jahrelang. Scilingos vordergründiges Motiv ist die verweigerte Beförderung seiner ehemaligen Kollegen Antonio Pernías und Juan Carlos Rolón, denen Verbrechen während der Diktatur nachgewiesen worden waren. Doch in den Dialogen wird bald deutlich, dass der Marineoffizier, der selbst im Jahr 1977 an einigen Flügen beteiligt gewesen war, mit seiner eigenen Geschichte hadert.

Gefangene wurden betäubt, aber lebendig, aus Flugzeugen in den Río de
la Plata geworfen - QUELLE: JUICIOESMA.BLOGSPOT.DE

Mittwoch, 3. August 2016

Peru: Touristen verwüsten Nationalreservat Paracas

Über das lange Wochenende hat ein Gruppe von Touristen das Nationalreservat Paracas verwüstet. Die peruanische Region Ica gilt als Heimat der vorkolumbischen Paracas-Kultur, auf der Paracas-Halbinsel befindet sich die große Felszeichnung „Candelabro de Paracas“ (Der Kerzenleuchter von Paracas). Die Hieroglyphen ähneln den Nazca-Linien, sind aber bedeutend jünger und dienten wahrscheinlich Seefahrern als Orientierungszeichen zur Navigation.

Der Candelabro de Paracas - Quelle Wikipedia

Samstag, 23. Juli 2016

Bundesbehörden halten Akten zur Militärdiktatur in Argentinien geheim

Sperrvermerke betreffen Dokumente beim BND, Kanzler- und Außenamt. Widerspruch zu Aussagen von Regierungsvertretern. Kritik von Opposition


Berlin. Mehr als 30 Jahre nach Ende der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) hält die Bundesregierung nach wie vor Akten über die Rolle der westdeutschen Politik und Diplomatie unter Verschluss. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die amerika21 exklusiv vorlag. Demnach finden sich in den Archiven des Bundesnachrichtendienstes (BND), des Bundeskanzleramtes und auch des Auswärtigen Amtes Dokumente mit Bezug zur Militärdiktatur, die mit einem sogenannten Sperrvermerken versehen sind. Sie sind nicht öffentlich einsehbar. Normalerweise werden Akten aus Bundesbeständen nach 30 Jahren automatisch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Militärschule ESMA: Hier wurden tausende interniert und dann ermordet
QUELLE: FERNNANDO

Freitag, 15. Juli 2016

Was verbindet Uruguay und Deutschland?

Montevideo (dpa) - Die gemeinsame Geschichte von Deutschland und Uruguay geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand verließen damals Tausende Deutsche ihre Heimat, um in dem kleinen südamerikanischen Land mit seinen heute 3,4 Millionen Einwohnern eine neue Existenz zu gründen. In der Hauptstadt Montevideo entstand schon 1857 die erste deutsche Schule Südamerikas. Seit 1916 gibt es eine Deutsch-Uruguayische Handelskammer.

Während der NS-Diktatur bot Uruguay vielen deutschsprachigen Juden Zuflucht. Heute leben dort etwa 10 000 Deutsche und 40 000 Menschen mit deutschen Wurzeln.

Deutschland ist einer der größten Importeure uruguayischer Waren in Europa. Güter im Wert von rund 264 Millionen Euro waren es 2015, vor allem Nahrungsmittel und Rohstoffe. Die Deutschen exportierten Waren im Wert von gut 448 Millionen Euro nach Uruguay, Maschinen und Chemische Erzeugnisse standen dabei an erster Stelle. Rund 60 deutsche Unternehmen sind derzeit in Uruguay vertreten.

europeonline-magazine

Sonntag, 29. Mai 2016

Historische Urteile gegen Militärs der "Operation Condor" in Argentinien

Terrorplan erstmals als Akt einer kriminellen Vereinigung bewertet. 15 Verantwortliche verurteilt. US-Dokumente halfen entscheidend bei Aufklärung

Buenos Aires. In Argentinien sind am Freitag ranghohe Militärfunktionäre für Verbrechen im Rahmen der Geheimoperation "Condor" in den 1970er und 1980er Jahre zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Bundesberufungsgericht I in Buenos Aires sprach fünfzehn Verantwortliche wegen verschiedener Verbrechen gegen die Menschheit schuldig. Erstmals in der Geschichte beurteilt ein Gericht die Absprache der damaligen Militär-Diktatoren in Südamerika zu grenzüberschreitender Verfolgung und Mord von politischen Gegnern als Akt einer kriminellen Vereinigung.

Angehörige von Opfern der "Operation Condor" bei der Urteilsverkündung
QUELLE: CIJ.GOV.AR

Dienstag, 17. Mai 2016

Die Schlacht um Las Piedras

Im Jahr 1810 beginnt in Uruguay der Kampf um die Unabhängigkeit gegen die Kolonialherren aus zunächst England, dann Spanien und später Portugal.

Am 18. Mai 1811 fand die Schlacht um Las Piedras statt. Unter der Führung von José Gervasio Artigas konnten uruguayische Aufständische die Spanier besiegen. 


Statue von J. G. Artigas in Montevideo, "Plaza de la Independencia"

Samstag, 16. April 2016

Schleppende juristische Aufklärung von Verbrechen der Diktatur in Uruguay

Montevideo. Laut einer Studie der uruguayischen Beobachtungsstelle Luz Ibarburu sind von 361 dokumentierten Fällen von Verschwundenen und Ermordeten während der Diktatur (1973-1985) erst in 97 Gerichtsverfahren durchgeführt worden.

Die Beobachtungsstelle ist ein Zusammenschluss verschiedener sozialer Einrichtungen, Gewerkschaften und Menschenrechtsgruppen, die sich um die Aufarbeitung der Diktatur in Uruguay bemühen. Es ist ihr erklärtes Ziel, "die Verbrechen gegen die Menschheit während der Diktatur justiziabel zu machen sowie die Informationen darüber zu demokratisieren und allen zugänglich zu machen". Benannt ist sie nach der im Jahr 2006 verstorbenen Mitbegründerin der Organisation "Mütter und Angehörige von verhafteten und verschwundenen Uruguayern".

Das Observatorio Luz Ibarburu will auch zur juristischen Aufarbeitung der Diktaturverbrechen beitragen
QUELLE: RLAJT.COM

Freitag, 15. April 2016

Südamerika: Todbringende Europäer

Die Untersuchung der DNA von Inka-Mumien zeigt: Heutige Südamerikaner sind mit den Ureinwohnern kaum verwandt. Die Urvölker wurden von den Europäern nahezu vollständig ausgelöscht.

Erbgutproben von 92 Mumien aus verschiedenen Regionen Südamerikas verraten, wie verheerend die Kolonisation durch Europäer vor 500 Jahren für die Ureinwohner des Kontinents war. Eine DNA-Analyse der vor 500 bis 8500 Jahren Verstorbenen zeigt, dass heutige Bewohner Südamerikas praktisch keine genetische Verbindung mehr zu jenen Menschen haben, die dort lebten, als Christoph Kolumbus über den Atlantik gesegelt kam.

Mumie einer Inka-Frau. Ihre DNA wurde jetzt untersucht. (Foto: Johan Reinhard)

Montag, 28. März 2016

Vatikan will Archive über Diktatur in Uruguay zugänglich machen

Vatikanstadt/Montevideo. Der Vatikan will nach eigenen Angaben die von ihm verwalteten Archive über die Zeit der Militärdiktatur in Uruguay (1973-1985) öffnen. Das berichten uruguayische Medien unter Berufung auf eine Nachricht des Kirchenstaates an den Botschafter des südamerikanischen Landes, Francisco Ottonelli.

Blick auf einen Teil des Vatikans: Die hier gelagerten Unterlagen zur Diktatur in
Uruguay sollen zugänglich gemacht werden QUELLE: ALLIE_CAULFIELD

Dienstag, 8. Dezember 2015

Human the Movie : Interview mit Pepe Mujica

Hier ein Ausschnitt aus dem Film "Human the Movie" mit Pepe Mujica, Uruguays früherem Päsidenten. Leider nur in spanisch mit englischen Untertiteln. Aber wie immer sehenswert.


Hier noch der Link zur Seite "Human the Movie"

Donnerstag, 24. September 2015

Tupamaros in Uruguay, von der Guerilla zur Regierungspartei

Gefunden bei Geschichte-Wissen.de

Uruguay ist ein kleines Land in Südamerika am Rio de la Plata von der Größe Englands, hat aber nur 3, 5 Millionen Einwohner, fast alles Nachkommen europäischer Einwanderer, zumeist aus Italien oder Spanien. 1975 hatte ich als junger Geologe dort beruflich zu tun. Das Land sieht ungefähr so aus wie Schleswig-Holstein, überall riesige Weideflächen, auf denen große Herden von Rindern und Schafen weiden. Die Ländereien gehören überwiegend Großgrundbesitzern. Fast alle Bewohner leben in den Städten, 92%, davon über 1,5 alleine in der Hauptstadt Montevideo. Diese fast urbane Struktur unterscheidet das Land von anderen Staaten in Südamerika.